Unruhestifter Nr. 1

Der Mensch ist das einzige Tier, dass sich an Ideologien und Religionen orientieren, also danach handeln kann. Ist sein Denken und Handeln durch so einen Duktus geleitet, kann er sich mit unter diametral zu seiner ‚eigentlichen‘ Natur verhalten. Enthält eine solche Idee ein missionarisches und somit ein gruppenbildendes Moment, steigt analog dazu ihr limitierendes, faschistoides Potential, je mehr Leute sich anschliessen.

Der IS mit seiner Je-ka-mi-Armee ist hier stellvertretend, für alle anderen religiös motivierten Gruppen das Beispiel. Der IS stell in seiner maximalen Handlungsfreiheit, quasi als eine Art Lupe dar, was jede Religion mit missionarischem Anspruch, in einer ähnlichen Situation auch tun würde, nämlich mit allen Mitteln zu missionieren.

Obamas vergleich des IS mit einem Krebsgeschwulst ist recht treffend. Der IS hat’s zum Tumor geschafft und es wird viel Chemo brauchen, um ihn wieder auf ein unschädliches Potential einiger weniger Krebszellen, ohne kanzeröse Potenz zurückzudrängen. Und wie es verschiedene Tumorarten gibt – mehr oder weniger maligne oder benigne – ist das bei Religionen auch der Fall. Allen gemein ist aber: Werden sie zu gross, beeinträchtigen sie den Organismus. Auf Religionen herunter gebrochen, beeinträchtigen sie Bildung, Kultur, Fortschritt, Wohlstand, Frieden und Freiheit.

Einige werden nun den Einwand anführen, dass es beim Islam ja kein Wunder sei, dass dieser zu Gewalt neige, denn das Christentum sei ja schliesslich eine gemässigte Religion. Das Christentum ist in den Industrienationen gemässigt, wo es Dank Aufklärung und gesellschaftlichem Druck zur Mässigung gezwungen wurde.

Wozu die ach so friedvolle, christliche Denkart in der Lage ist, kann man jetzt, heute in Uganda beobachten. Dort wurde 2014 Homosexualität, Transsexualität etc. gesetzlich mit lebenslanger Haft bedroht. Man machte sich in Uganda nur schon damit strafbar, wenn man Homosexuelle kannte und sie nicht bei der Polizei meldete. Eine Praxis, die wir bereits von den Nazis und von der DDR-Stasi her kennen.

Ideell und finanziell wurden die ugandischen Hetzer von evangelikalen Christen aus den USA unterstützt und gefördert. Das Gesetz, in welchem ursprünglich bei ‚Wiederholungstätern‘ sogar die Todesstrafe gefordert wurde, ist gegenwärtig per Gerichtsurteil ausser Kraft gesetzt, aber nicht vom Tisch. Am Beispiel von Uganda kann man sehen, dass sich keine religiöse Gesinnung wirklich vom IS-Gebaren unterscheidet, wenn man ihr freie Hand lässt und ihr keine Aufklärung gegenüber stellt.

Man kann weltweit beobachten, wie sich Religion und ihr Einfluss immer reziprok zu Aufklärung, Wohlstand, Fortschritt, Kultur, Bildung, Freiheit und Friede stellt. Religion ist überall dort stark, wo letztere fehlen oder nur schwach in der Gesamtbevölkerung verbreitet sind. Mit ihrem ausgrenzenden, faschistoiden Charakter, gibt sie die Antwort darauf, warum es nie möglich sein wird, dass verschiedene religiöse Gruppen, über längere Zeit, friedlich nebeneinander koexistieren können. Und auch wenn sie einen Konflikt nicht selbst begründen, so motorisieren sie ihn jeweils recht gut und darum sind Religionen auf der Welt die Unruhestifter Nr.1.

Organisierte religiöse Gesinnungen sind also per se ein Hauptproblem friedlichen Zusammenlebens. Daher sind etwelche Exponenten solcher Gesinnungen kaum dazu geeignet, um in ein Problemlöseverfahren mit einbezogen zu werden, welches sich z.B. um die Bekämpfung des IS kümmern soll. Man sollte also konsequent darauf verzichten, Religiöse zu ähnlichen Problemen zu Rate zu ziehen oder sie gar mitentscheiden zu lassen. Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (Albert Einstein)

Die beste Antwort auf die Frage eines friedlichen Zusammenlebens, würden die Charta der Menschenrechte geben, weil sie die Menschen unabhängig von ihrer Gesinnung und Herkunft zusammenfassen würden. Denn sie zielt auf die menschlichen Gemeinsamkeiten, statt auf deren Unterschiede ab, worauf immer wieder Gräueltaten begründet und begangen werden. Darum müssen die Menschenrechte als oberste Prämisse, als oberstes Paradigma gelten. Sie müssten ganz und gar ohne Rücksicht auf religiöse Ansprüche und Gefühle durchgesetzt werden. Das hiesse, dass eine religiöse Gruppierung, so lange unter Druck gesetzt werden müsste, bis sie sich unter die Menschenrechte fügt. Die deutsche Bundesregierung zeigt bei der selbstgebastelten Scharia-Polizei in Wuppertal beispielhaft, wie verfahren werden könne – im Keime ersticken.

Im Islam sind die Menschenrechte eben wegen der Scharia kaum akzeptiert, der Vatikan lehnt sie wegen der Priesterinnenweihe ab und hat sie deswegen bis heute nicht ratifiziert – neben Weissrussland als einziges Land in Europa.

Solange wir religiöse Gefühle und religiös motivierte Diskriminierung, unter dem Schutze der Religionsfreiheit bewahren, entschuldigen und durchgehen lassen, werden Religiöse immer versuchen sich Platz und Einfluss zu verschaffen und so ein konstruktives und progressives Zusammensein zu verhindern.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Religionen haben auf Grund ihres faschistoiden Charakters, bis heute keinen positiven Beitrag zu Frieden, Freiheit, Gleichberechtigung, Demokratisierung, Fortschritt etc. geleistet. Damit haben sie sich mit ihrer ‚Friedensbotschaft‘ disqualifiziert und sie haben als Gesellschaftsmodell versagt. Ihre Daseinsberechtigung kann nur noch in einem musealen Sinne weiter bestehen, denn sie widersprechen praktisch allen Erkenntnissen und Errungenschaften der heutigen Zeit und Gesellschaft. Ernsthaft und aufrichtig gelebt, sind Religionen naiv, lächerlich und somit zu verpönen, denn sie bringen letztlich nur Unheil.

(Der Wechselbalg) 


Abfall:

Unter Anbetracht der Probleme, die im Zusammenhang mit solchen Gruppierungen immer wieder entstehen – dies zeigen die Vergangenheit und die Gegenwart – wäre es nötig und sinnvoll, diese stets unter kritischer Beobachtung zu halten und nötigenfalls konsequent zu limitieren, wie etwa jüngst, die  in Deutschland. In anderen Regionen der Erde, sollte ein Hauptaugenmerk der Entwicklungshilfe, neben der Schaffung von Infrastruktur, auf der Aufklärung und Bildung der Bevölkerung liegen und indes explizit nicht über kirchliche, resp. religiöse Strukturen betrieben werden.arum und weil uns das die Vergangenheit lehrt, sollten wir allen Religionen und Ideologien kritisch gegenüberstehen. Speziell solchen, die Kritik und Skepsis ihr ggü. ablehnen und ein Abwenden von ihr, mit Ächtung oder Tod bedrohen.Religionen und Ideologien ist gemein, dass sie zum Missionieren einladen oder auffordern.Der IS treibt mit seiner Je-ka-mi-Armee sein Unwesen. Konservative bis radikale Islamisten und Muslime distanzieren sich nicht von ihm, unterstützen gar den Mitkampf, fordern explizit zum mitkämpfen auf. Hierzulande steht auf dieser Seite der IZRS. In Deutschland macht sich ne selbst gebastelte Sharia-Polizei-Idiotentruppe auf die Gasse – stiftet läppisch Unruhe. Leute wie Pierre Vogel und Patric Illi  lächeln selbstzufreiden dazu.Auf der anderen Seite, z.B. die Schweizer Bischöfe und die CVP. Sie rufen zu Waffenlieferungen gegen den IS an die Kurden auf.  In Uganda wird die Todesstrafe bei Homoseualität im Gesetz verankert – von Christen nota bene. Ideologische und finanzielle Unterstützung erhielten sie dabei, von evangelikalen aus den USA. Bei uns, sind die Evangelikalen auch nicht besser. Der Vatikan ratifiziert die Menschenrechte weiterhin nicht.Die Israelis schlagen sich seit Jahrzehnten mit den Palästinensern tot. Weil die einen mit Raketen scheissen und sich die anderen ihre Siedlungen bauen.Alle der genannten berufen sich, wie auch anders möglich, auf ihre Hetzschriften und ihre Götter, rechtfertigen damit ihr Handeln und Daseinsrecht. Ihre jeweiligen ‚Wahrheiten‘, genügen sich selbst als Beweis. Alle meinen sie es ja nur gut und wollen ja nur den Weltfreiden (zu ihren Bedingungen, denn es sind ja die mit der Wahrheit). Und denn noch Krieg, Hetze, Ausgrenzung Ende nie. Alles in Gottes Namen.

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