In den Spitälern bleiben die Betten leer

Schlechte Auslastung

20 Minuten am 04. April 2015 23:32; Akt: 04.04.2015 23:33Print

Die Schweizer Spitäler sind zu schlecht ausgelastet. So sind bei den grossen Universitätsspitälern nur 82 Prozent der Betten belegt. Für den Preisüberwacher gibt es zu viele Kliniken im Land.

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Unter den Regionalspitälern kämpfte jedes dritte mit einer Auslastung von weniger als 70 Prozent. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)
In den Schweizer Spitälern stehen zu viele leere Betten. Die durchschnittliche Auslastung aller 171 Akutspitäler im Land liegt bei 80 Prozent, wie die letzten vergleichbaren Daten des Bundesamtes für Gesundheit aus dem Jahr 2012 zeigen. Die grossen Universitäts- und Zentrumsspitäler erreichten dabei eine mittlere Auslastung von 82 Prozent, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Bei den Regionalspitälern betrug der Wert 77 Prozent, bei den Spezialkliniken war er mit 72 Prozent noch tiefer. Auch innerhalb dieser Kategorien sind die Unterschiede beträchtlich. So wies das Zürcher Uni-Spital eine Auslastung von 93 Prozent aus, im Berner Inselspital hingegen betrug sie nur 74 Prozent. Unter den Regionalspitälern kämpfte jedes dritte mit einer Auslastung von weniger als 70 Prozent.

Für den Preisüberwacher sind diese Werte zu tief. Sein Büro definiert die Schwelle für einen wirtschaftlichen Betrieb bei 85 Prozent Auslastung. Die Statistik zeige, dass diese Quote durchaus zu erreichen sei, sagt Fachspezialist Manuel Jung im Bericht. «Und sie belegt umgekehrt, dass es in der Schweiz nach wie vor zu viele Spitäler gibt.»

481 Kommentare 


Lasst uns Ratten züchten!

Ratten? Was hat das jetzt mit dem Beitrag zu tun? Also, ich erklär mal wie ich’s mein…

…man erzählt von der Geschichte, dass sich die Engländer unwohl fühlten. Als Kolonialherren in Indien – lange her. Indien kennt jeder, einst gehörte es den Engländern – einfach so. Und in Indien hatte es viele Ratten. So, dass sich die etwas vornehmeren Engländer daran störten. Einer dieser Engländer – ein ggganz toller Bursche – soll dann gesagt haben, dass man dem Inder einen Shilling geben könnte, wenn er eine tote Ratte bringt. Eine Win-win-situation. Der Inder bekommt was hinter die Kiemen, der Engländer musste sich weniger mit Ratten herum schlagen. So schufen sie also einen Markt, wo von ‚Natur aus‘ keiner war. Und er funktionierte! Die Inder lieferten Ratten, die Engländer bezahlten die Prämie – alles palleti. Die Inder waren fleissig und doch: Die Rattenplage blieb. -Wiso? Hat ja niemand gesagt, dass man die Ratten fangen muss…

So – und jetzt zu unserem Gesundheitswesen. Die Spitäler sollen gegeneinander in Konkurrenz treten! Geile Idee! Die Amis machens vor! Zuerst führen wir in der Spitalorganisation die Betriebsstrukturen einer Publikumsgesellschaft ein. Etwa so wie bei einer UBS. Ein Manager führt nun an der Stelle des Chefarztes nicht das Spital, sondern das -Unternehmen-. Nicht mehr Heilung und Kur, sondern Umsatz und Gewinn sind die neuen Termini – auch wenn man es an der Medizinfachschule anders gelernt hat. Und sollte das Fachpersonal dazu nicht spuren, führt man einfach zusätzlich noch den Betriebston von Opel oder VW aus der Werkhalle ein, dann klappts beim Personal auch mit dem Gehorsam. Möglichst blind soll er sein! Das wird dann vor allem in der (geschlossenen) Psychiatrie – ja auch dort wird künftig so gearbeitet lieber Patient – besonders prickelnd! (Ein Patient ist per Definition ein anderer)

Ja! Wir setzten gegenwärtig alles daran, so ein verblödetes System wie die Amis zu etablieren und wundern uns dann, dass es komische Blüten treibt und zu Missbildungen führt. Is ja egal wenns scheisse ist, austragen werden’s die Patienten und das Personal. Privatkliniken schiessen aus dem Boden, wo man vor Jahrzehnten reihenweise Spitäler geschlossen hatte – es lohnt sich eben wieder viele Patienten zu haben! Es lebe der freie Markt!  Umsatz, Umsatz, Umsatz! Die Fallpauschale kann ökonomisch attraktiv sein! Zahlen sind alles, die sind ja auch echt – Gesundheit und Wohlbefinden kann man ja schliesslich auch nicht messen!

Ich hab auch noch ne gute Idee! – ihr Ökonomieidioten von der HSG und von sonst wo her! Machen wir doch die Müllverbrennungsanlagen effizienter, die sollen auch in Konkurrenz treten und dann noch Kläranlagen und schliesslich noch die Friedhöfe! Hab ich was vergessen? Gefängnisse? Autobahnen? Die Kanalisation vielleicht? – Ah ja, doch nicht nur Scheisse im Hirn was! Da merkt man wohl wie bescheuert das ist, aber im Gesundheitswesen – da nicht, hm?

Was hat das mit kapitalistischen Strategien zu tun? An denen kanns ja nicht liegen, die sind ja per se gut! Die muss man nicht hinterfragen, alle machen das so… überall. Kapitalistische Medizin im Spital, kapitalistische Operationen, kapitalistische Krankenpflege, kapitalistische Rezeptblockpsychiatrie – dem Patienten nützts jetzt nicht sooo viel, sorry! – aber dem Buchalter! Mannmannmann! Der macht vielleicht vor!

In Gesundheitsfragen FDP und SVP wählen! Unbedingt! Die wissen wos lang geht!

Santé!

Oder Moment mal…: Wollten wir nicht ein Gesundheitssystem mit gesundem Menschenverstand, das auch tatsächlich kostengünstiger wird? Oder erreichen wir mit dem was wir da haben tatsächlich das, was wir uns damit vorgenommen haben?

(Der Wechselbalg)


Abfall:

Oh! Sorry! Fühlt sich der eine oder andere peinlich berührt – hm? Politiker von Beruf? Ökonomen müssen sich nicht peinlich berührt fühlen, die sollen sich schämen! Vor allem vor ihrer Mutter!Dann sagte sich einer dieser EngländerDurftet ihr als Kind nur mit dem BH der alten, nicht aber mit ihrem Schlüpfer spielen oder was?- schufen etwa das dümmste Gesundheitswesen der westlichen Welt. Dann kamen die ollen Engländer und dachten ‚machen wir auch‘, dann der Germane und schliesslich wir.fickt euch!

 

 

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