Freikirchen missionieren in Asylzentren

Die Freikirchler wieder… Lästig wie die Schmeissfligen. Aus Nächstenliebe wollen sie also helfen – das ich nicht lache! Und daran glauben sie auch noch ernsthaft und aufrichtig. Denn missionieren ist für die so normal wie das Atmen – quasi ein Geburtsfehler – das merken die gar nicht mehr. Und das wollen wir ihnen untersagen? Ja, also ich hoffe schon!

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 20 Minuten vom 01. Dezember 2015 14:52; Akt: 01.12.2015 16:59Print

«Grosse Chance»

Freikirchen missionieren in Asylzentren

von J. Büchi – In manchen Flüchtlingsunterkünften gehen Freikirchler ein und aus. Die Betreiber der Zentren wollen Missionieren unterbinden.

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Kontakte mit der Schweizer Bevölkerung sind selten: Bild: Asylsuchende vor einer Unterkunft im Kanton St. Gallen. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Die Tage in der Asylunterkunft sind lang und oft eintönig. Die meisten Bewohner arbeiten nicht, nur selten kommt es zu Kontakten mit der Schweizer Bevölkerung. «In diesem Umfeld gelingt es Freikirchen und anderen Gruppen besonders leicht, neue Mitglieder anzuwerben», sagt Regina Spiess, Projektleiterin bei der Beratungsstelle Infosekta. Verschiedene Gruppierungen versuchten, im Umfeld von Schweizer Asylunterkünften zu missionieren. So organisierten Freikirchen Spielnachmittage für Kinder oder böten Deutschkurse an.

Auch Sektenexperte Hugo Stamm schreibt im «Tages-Anzeiger», streng gläubige Christen sähen in der aktuellen Situation ihre «grosse Chance». Besonders aktiv sind ihm zufolge die Zeugen Jehovas, welche sogar ein Merkblatt zur Missionierung von Flüchtlingen herausgegeben haben. Darin heisse es unter anderem: «Am besten kommt man an dem Aufsichtspersonal vorbei, wenn man sagen kann, dass man von einem Bewohner direkt eingeladen worden sei.»

Asylorganisation hat reagiert

Regina Spiess beobachtet die Aktivitäten mit Sorge. Die Flüchtlinge befänden sich in einer Lebensphase, in der sie besonders verletzlich seien. «Natürlich ist es wünschenswert, dass solche Angebote bereitgestellt werden. Leider ist mit diesem Engagement aber immer ein Missionsgedanke verbunden.» Besonders problematisch sei es, wenn ein Kind «bekehrt» werde und seine Eltern nicht. «Das kann zu einer starken Entfremdung führen.» Kritisch ist für Spiess auch die rigide Sexualmoral vieler Freikirchen, welche meist auch mit der Diskriminierung von Homosexuellen einhergehe.

Die Asylorganisation AOZ, welche im Kanton Zürich zahlreiche Asylunterkünfte betreibt, kennt die Diskussion. Sprecher Thomas Schmutz sagt, betroffen seien vor allem kommunale Wohnsiedlungen, in denen keine Betreuungsteams tätig seien. Aktivitäten wie Spielnachmittage, die sich ausschliesslich auf die Freizeitgestaltung beschränken, erachte man als unproblematisch. Anders verhalte es sich bei Aktivitäten, die «als Einstieg für weitergehende religiöse Aktivitäten» genutzt werden, etwa Bibelgruppen für Kinder.

Vor wenigen Tagen hat die AOZ deshalb mehrere Freikirchen der Vereinigung «Love in Action» angeschrieben – dazu gehören beispielsweise ICF oder Chrischona. Die Verantwortlichen werden aufgefordert, schriftlich zu bestätigen, dass sie keinerlei missionarische Absichten haben. Ansonsten erhalten die Mitglieder keinen Zutritt mehr zu den Unterkünften.

«Keine versteckte Strategie»

Für ICF-Sprecher Nicolas Legler ist das ein Affront. «Ich finde es sehr bedenklich, wenn man in einem christlichen Land seine Überzeugungen an der Garderobe abgeben muss, damit man helfen darf.» Wenn ICF-Besucher sich in Asylzentren engagierten, machten sie das aus humanitärem Antrieb und Nächstenliebe. «Dahinter steckt keine versteckte Strategie. Es geht darum, Zeit mit den Flüchtlingen zu verbringen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie hier willkommen sind.» Ob ICF die Vereinbarung unterzeichnen wird, ist noch unklar.

Max Schläpfer, Präsident des Verbands der evangelischen Freikirchen der Schweiz, ergänzt: «Wir manipulieren niemanden. Die Leute sollen zuhören und dann selber entscheiden, ob sie unsere Botschaft gut finden.» Kein Mensch, der einen gefestigten anderen Glauben habe, werde diesen einfach so über Bord werfen. «Hingegen gibt es viele Migranten, die aus ähnlichen religiösen Hintergründen kommen und in unseren Gottesdiensten ein Stück Heimat finden.» Die Pfingstmission, der er selbst angehöre, existiere beispielsweise auch in Nigeria.

Laut Sektenexpertin Spiess ist es zwingend nötig, dass Ämter und Organisationen, die für Flüchtlinge zuständig sind, ein Bewusstsein für die Problematik haben und den Umgang mit dem Thema intern regeln. «Zudem ist es zentral, dass die Flüchtlinge für die Thematik sensibilisiert werden.» Sie sieht allerdings auch die Gesellschaft in der Pflicht: «Es ist wichtig, dass es auch ausserhalb der Freikirchen Freiwillige gibt, die Angebote für Flüchtlinge mittragen: sei es der Besuch eines Fussballspiels oder die Organisation eines Kinderspielnachmittags.»


Es ist immer das selbe mit denen…

Das sich Herr Legler von der ICF betüpft fühlt, liegt ja auf der Hand. Schön passiv aggressiv gibt er sich nun als beleidigte Leberwurst. Schliesslich ist für ihn und seinesgleichen ein Missionsverbot dass selbe, wie wenn man einem Behinderten den Rollstuhl weg nimmt. Und einmal mehr muss man fragen, was an unserem Land denn christlich sein soll? Es ist nicht christlich, Herr Legler – ist es nicht, sorry.

Max Schläpfer widerspricht sich im Beitrag gleich selber, wenn er sagt, dass er nicht missionieren will – auch wenn er sagt, dass seine Leute andere nicht manipulieren werden. – echt jez?, so ein Bullshit! das ist doch das selbe Herr Schläpfer! Er hat tatsächlich den Anspruch, dass die Leute ihm erst zuhören und dann entscheiden sollen, was sie mit seiner sogenannten ‚Botschaft‘ anfangen wollen. Sorry, das ist fadenscheinig, scheinheilig und verlogen! Das ist missionieren – dem sagt man so Herr Schläpfer. Er argumentiert gleich wie ein Pyromane der behauptet, dass er das Haus nicht anzünden, sondern nur schauen will, ob es brennt…

Die Eidgenossenschaft soll also, wenn es nach Herr Schläpfer geht, ihm Menschen zuschanzen, die vorderhand nicht aus ihrer Situation rauskommen, damit er ihnen in Ruhe seinen evangelikalen Mist vorleiern kann. Das ist gleich auf mehreren Ebenen eine Frechheit sondergleichen! Nein echt! Mit was für einem arroganten und ignoranten Selbstverständnis rennt dieser Typ in der Welt rum?

Wenn es den Frömmlern wirklich darum ginge, den christlichen Flüchtlingen Anschluss zu bieten, wie Schläpfer angibt, würde ein A4-Plakat, wo’s ne Adresse von ihm drauf hat reichen.

Also: Die Frömmler wollen immer nur eins: Missionieren – mit allen Mitteln. In diesem Fall mit dem Mittel der Hilfe, des Unterrichts etc.. Warum stehen sie nicht dazu? Wissen sie insgeheim doch, dass es nicht rechtens ist, sowas durch die Hintertüre zu versuchen?

Was mich auch stört: Hugo Stamm zu zitieren. Er gilt als Sektenexperte. Das impliziert, dass es gute und schlechte, bessere oder schlechtere Glaubensgemeinschaften gibt. Das ist Bullshit! Glaubensgemeinschaften sind Glaubensgemeinschaften. Es gibt nur Glaubensgemeinschaften mit mehr oder weniger Freiheiten und Möglichkeiten und das ist alles. Ja – Freikirchen haben mehr Freiheiten und Möglichkeiten und darum missionieren sie auch penetranter. Diese Freiheiten und Möglichkeiten haben sie aber nur, wen man sie ihnen lässt und das soll hier nicht sein!

Das man dem Flüchtigen helfen will, ist in Ordnung, dagegen gibt es in der Tat gar nichts einzuwenden! Man muss ihnen sogar und unbedingt helfen und sie auch darin unterstützen, wieder in ein normales, stabiles und sicheres Leben zu finden, ABER: Frei von religiösen, politischen und wirtschaftlichen Interessen! Neutral eben! – Herr Legler.

(Der Wechselbalg)


Abfall:

seinesgleichen das Missionieren weg nimmt das selbe, wie wenn man Ich kann es einfach nicht glauben, dass Freikirchler etwas für andere tun wollen, geschweige denn können, ohne dabei zu missionieren. Ich würde ihnen sogar blanke Lüge unterstellen, wenn sie das Gegenteil behaupten. Max Schläpfer widerspricht sich im Bericht auch selbst. Falls er selber nicht merkt, könnte es daran liegen, dass er einer Ideologie nachrennt, die fast ausschliesslich aus Wiedersprüchen besteht. Man muss ihm glaub verzeihen, dass er das an Empfinden für verlohren hat.Die haben sich fernzuhalten, Schnauze tief! und darauf zu warten, dass die Leute selber zu ihnen kommen. Warum? Weil die Flüchtigen schon wegen religiöser Interessen ihr Land verlassen mussten. Lisse man die Gläubigen ihren Scheiss aus agieren, wären religiös motivierte ausschreitungen in den Asylzentren nicht mehr weit.wissen wo sie hinkönnen, wenn sie den gleichen Schmarren glauben wie er, reicht Eigentlich ist diese Tatsache schon eine Sünde, denn sie verleugnen damit ihren Glauben. für uns NormaldenkendeFrau Spiess macht im Beitrag auf einen weiteren und wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit den Frömmlern aufmerksam: Sie sind geradezu unfähig, vernünftig und vor allem fair mit der Sexualität Andersfühlender und Andersdenkender umzugehen. Solche Leutegibt im Bericht auch ein Hinweis: Er

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