Dora’s Rezept

Das Rezept stammt von meiner Grosstante Dora Laager (leider bin ich mir nicht sicher, ob man ihren Familiennamen so schreibt…). Wie man unten, nach dem Text auf den Bildern sehen kann, war die Dame schon 1981 grosszügig über achtzig Jahre alt, darum ‚übersetz‘ ich’s.

Ich selber hab mit Backen so meine Mühe – ich halte es für ein Hexenwerk. Dennoch erlaube ich mir, einige Bemerkungen im kursiv gehaltenen Rezepttext, nichtkursiv und in Klammern zu hinterlassen. Ich versuche mich einigermassen an den originalen Wortlaut meiner Grosstante zu halten.

Für mein dafürhalten, ist das Rezept einigermassen unpräzis… Zu meinem erstaunen, funktionierte es aber ganz gut. Die Nüsse und die Aprikosen etwa halb bis gleich gross wie die Sultaninen zerhacken, dann passt’s.

Die Masse sollte etwa 3-4cm dick aufs Blech kommen. Die Menge reicht also für etwa ein halbes Blech. Für ein ganzes muss die Menge also verdoppelt werden – wenn nicht, ist es ein weiterer Beweis dafür, dass Backen ein Hexenwerk ist!

Ich wünsche viel Spass beim Nachbacken und Geniessen!

(Der Wechselbalg)


Aprikosen Schnittli

Aarau 29.1.1981

Meine Lieben!

Endlich kann ich euch das gewünschte Rezept schicken. Meine ausgeprobten Tips sind folgende:

Lieber etwas weniger Mehl (nur ca. 350gr Mehl). Ein Blech mit Alu-Folie belegen (keine Ahnung ob das heute noch nötig ist) und die Masse darauf gleichmässig verteilen. Ofen etwas vorheizen (Wie heiss? Keine Ahnung… vermutlich 350°) und die Backzeit beträgt etwa 1/2 Stunde. Nicht zu weich nicht zu hart (das ist Gefühlsache).

Die Glasur (von mir erfunden) besteht aus ca. 400gr. Staubzucker, ein Gutsch Sirup (gibt etwas Farbe) + ein Gutsch Kirsch. Auf die noch warme Masse streichen. Wenn Glasur trocken ist, kleine Würfel schneiden (+/- 3.5×3.5×3.5cm).

…und so geht man vor:

Der Teig wird wie oben beschrieben aus Butter, Mehl, Zucker (oder?), Vanillezucker, Salz und den Eiern angerührt. Dann kommen die Sultaninen und die gehackten Aprikosen dazu. Die Masse soll nach dem Vermengen streichfähig sein – etwas pampiger als Kartoffelstock vielleicht.

(Wer mal andere Früchte ausprobiert hat, mag das bitte mal melden! Nimmt mich wunder wie das war!)

Die Glasur mischt man aus dem Puderzucker und Kirsch zusammen. Zum Färben kommt Himbeersirup dazu. Sie sollte am Ende etwa so streichfähig sein wie Acrylfarbe oder Dispersion, nich zu flüssig! Die gehackten Baumnüsse werden hier druntergezogen. Nach dem Backen des Teiges, kommt die Glasur auf den noch warmen Teig.

Zutaten für ein halbes Backblech:

250gr Margarine (man soll Butter nehmen)

250gr Zucker

400gr Puderzucker

3 Eier

1/2 Teelöfel Salz

1-1.5 Päckchen Vanillezucker (4 Päckchen erscheinen uns dann doch etwas viel, allenfalls kann man es auch mit zwei versuchen…)

100gr Sultaninen

250gr gehackte Baumnüsse

300gr gedörrte und kleingehackte Aprikosen

ca. 350-400gr Mehl

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Abfall:

Als sie das Rezept meiner Mutter zukommen liess, war sie schon grosszügig über achtzig Jahre alt. mit zwei oder einem ‚a‘ , als sie das Rezept aufgeschrieben hatte, denn man kann vor dem Backen nicht abschätzen, wie die Sache nach dem Backen schmecken, das ist beim Kochen – einer aufrechten Sache – ganz anders, da man immer wieder probieren kann und immer weiss, woran man geschmacklich ist

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