Der Loser-Day

Ein Leitfaden

Der Loser-Day ist ein Fasten-Tag. Ein Tag ohne Genuss – mehr noch; Ein Tag gegen den Genuss. Ein Tag, wo man gezielt all das tut, was ein selbst nur belastet und abstösst. Sein einziges und oberstes Ziel ist der absolute Frust, der süsse Schmerz im Vakuum der Genusslosigkeit. Es geht um den grösst möglichen Anschiss (gmA).

Sie Erkennen vielleicht schon hier, dass es sich nicht um den masochistisch eingestellten Genuss des Schmerzes handelt, welcher in ich-synthymer Form erlebt wird. Vielmehr wird in ihm eine leidvolle, ich-dysthyme Erfahrung gesucht, die dem hedonistischen Ansinnen diametral zuwider läuft. Es ist nicht einfach, einen solchen Tag zu planen, zu begehen. Wie der absolut gmA zu erreichen ist, entscheidet sich letztlich am Empfinden des Zelebrierenden. So kann er einmalig im Leben stattfinden, ein-, oder mehrmals pro Jahr, oder aber über mehrere Tage hinaus ausgedehnt werden – so wies dem Geneigten beliebt.

An dieser Stelle, einige Hinweise zur Umsetzung:

Die Orientierung am Frust auf dem Weg zum gmA:

Sie Kennen sich am besten. Was empfinden Sie als belastend? Mögen Sie Schlager, Hip Hop oder Baustellenlärm? Nein? Sehr gut, damit lässt sich nämlich schon sehr gut arbeiten! Sorgen sie an diesem Tage für entsprechende Tonkulisse – von morgens, bis abends! Damit schaffen Sie sich schonmal eine gute Basis.

Tun Sie alles für den gmA!

Machen Sie sich von Anfang an so richtig Mühe. Eine gute Planung und Vorbereitung, bildet die Grundlage für fast alles, gerade für einen guten Loser-Day! …und schon sind wir quasi mitten drin!

Dieser Leitfaden soll Ihnen einerseits eine Hilfe zur Planung und Vorbereitung eines guten Loser-Day sein und andererseits soll er Sie auch inspirativ unterstützen, darum lesen Sie ihn aufmerksam und genau durch!

Planen Sie den Loser-Day weit im Voraus und bereiten Sie sich auch mental gut auf ihn vor! Werden Sie gegenüber sich selbst und ihrem Umfeld achtsam und beobachten Sie sich und Ihr Umfeld, Ihre Vorlieben und Gewohnheiten genauestens, damit Sie sich noch besser in den Stand kommen, potent zu wirken! Machen Sie sich dazu ruhig auch Notizen! Versuchen Sie gleichsam, sich möglichst an Ihre Vorlieben zu gewöhnen und diese fest in Ihr Leben zu integrieren! Je mehr Sie über sich, Ihre Vorlieben wissen und je besser Sie darin angekommen sind, desto ergiebiger wird der Loser-Day für Sie sein!

Essen und Trinken Sie, was sie verabscheuen!

Randen, Kutteln, Gemüse, frische Brennnesseln, saure Milch – alles eignet sich am Loser-Day zur kulinarischen Einnahme… Sie können aber auch auf absolut gute, schmackhafte und hochwertige Lebensmittel zurückgreifen, aber verwürzen und versalzen Sie ihr Essen! Lassen sie es durchaus auch anbrennen, damits gerade nicht schmeckt.

Bringen Sie zusammen, was nicht zusammen passt! Trinken Sie dazu lauwarmes, schales Bier oder sonst was mieses wie Fenchel- oder Grüntee.  Nehmen Sie ihr Speis und Trank zu schnell und zu heiss ein, damit sie sich die Zunge und die Speiseröhre verbrennen und zuletzt noch Sodbrennen bekommen! Waschen Sie ihren Nüsslisalat (Feldsalat) nicht oder mischen Sie sich Kirschkerne oder perfide Walnusschahlensplitter unter ihr Essen und seien Sie sich nicht zu schade, sich den einen oder anderen Zahn auszubeissen! Neben bei: gehen Sie erst an Ihrem nächsten Loser-Day zum Zahnarzt und verweigern Sie dann die Lokalanästhesie!

Aber selbstverständlich können Sie noch mehr tun: Nehmen Sie vielleicht schon am Vortag etwas zu sich, von dem Sie genau wissen, dass Sie es nicht vertragen werden. Etwas, das ihnen am folgenden Tag z.B. Durchfall machen wird. Grosszügig dosierte Laxanzien eignen sich hierfür sehr gut. Sorgen sie dafür, dass sie kein Klopapier im Hause haben!

Lassen Sie keine Gelegenheit aus, verschwenden Sie keine Zeit!

Wie mit dem Essen, können Sie auch mit anderen Dingen schon am Vortag anfangen: Schlafen Sie am Vorabend neben ihrem Bett auf dem Boden, oder auf einer Bahnhofsbank, in einer verpissten Telefonzelle oder im Dreck eines Hundeklos.

Sollte Ihnen das zuwenig mühsam sein, dann nehmen Sie am Vorabend zusätzlich eine Tablette Rohypnol ein, welche Sie mit einer Flasche X-Prep runterspülen. Dann reicht einerseits das allfällig noch vorhandene Klopapier sowieso nicht mehr und sie werden einen wirklich kritischen Morgen erleben.

Reiben Sie sich gleich nach dem Erwachen, am ganzen Körper gründlich mit Glaswatte oder besser mit Steinwolle ein (es wäre auch nicht falsch, gleich darin zu schlafen!). Ziehen sie danach peinliche, nasse, zu enge, gerne auch stinkende Kleider an und begeben Sie sich damit unverzüglich in die Öffentlichkeit. So wird der Loser-Day wirklich schon mühsam anfangen!

Achten Sie auf eine mühsame Fortbewegung und einen unangenehmen Aufenthalt!

Tragen Sie grundsätzlich ungeeignetes und zu kleines Schuhwerk. Halten Sie sich möglichst häufig, an für Sie unangenehmen Orten auf. Mieten Sie sich für den Tag ein Auto irgend einer Arschlochmarke, wie z.B. VW oder Tata, vielleicht nehmen sie auch einen alten, schlechtgängigen Traktor ohne Auspufftopf zur Fortbewegung, denn: Von der Polizei wegen Lärmbelästigung und Umweltverschmutzung gebüsst zu werden, ergänzt Ihr LD-Erlebnis. Legen Sies drauf an! Es darf Sie ruhig etwas kosten!

Wenn Sie sich das nicht leisten können, kippen Sie in Ihrem Auto und gerne auch auf Ihrem Sofa n paar Liter Essig aus, das ist billig und hilft auch. Setzen Sie sich nur auf ungepolsterte Sitzgelegenheiten, auf die Sie zuvor Kieselsteine gestreut haben und geben Sie ruhig ein Paar davon in jeden Ihrer Schuhe! Gehen Sie wandern.

Treffen Sie sich mit Leuten, die sie nerven!

…oder vor denen Sie sich fürchten und/oder mit welchen, die sie auf irgend eine andere Art und Weise anekeln! Sprechen Sie mit ihnen über Dinge, die sie überhaupt nicht interessierten – z.B. deren Probleme, oder andere Themen, die Sie belasten.

Unternehmen Sie Dinge, die Sie anscheissen!

Gehen Sie z.B. Minigolf spielen, oder in der Türkei in U-Haft, Zeigen Sie den Leuten im Park ihren Schambereich, oder lassen Sie es für einmal bleiben. Lassen Sie sich an Hochzeiten, Familienschläuchen, Beerdigungen und Kindergeburtstage einladen! Wie gesagt; bleiben Sie achtsam, dann merken Sie von alleine, was Sie anwidert!

Stellen Sie sich in ein schlechtes Licht!

Nörgeln sie solange an ihrem Gegenüber herum, bis Sie auf die Fresse kriegen. Beginnen oder provozieren Sie wo immer möglich Streit, oder gar eine Schlägerei (die Sie verlieren werden) oder blamieren Sie sich anderweitig in der Öffentlichkeit und fast wichtiger: Vor Leuten die Sie kennen und die Ihnen etwas bedeuten. Machen Sie Versprechungen, die Sie nicht einhalten wollen, können und werden.

Gehen Sie fremd und lassen Sie sich am besten inflagranti dabei erwischen! Schlafen Sie ungeschützt mit jemandem, von dem Sie wissen, dass es im Nachhinein sowieso nur Puff gibt, entweder weil die betreffende Person spinnt, oder weil sie Geschlechtskrankheiten hat.

Lassen sie sich beim Ladendiebstahl erwischen und versuchen sie möglichst ungeschickt die Zeche zu prellen. Lügen Sie oft und offensichtlich, auch zu Belanglosigkeiten.

Treten Sie im TV in einer Talentshow auf und schmieren Sie dort möglichst kläglich ab. Informieren Sie vorab alle, die Sie kennen. Das bietet Ihnen eine hervorragende Plattform, um z.B. öffentlich, vor auf Sie gerichtetem Publikum einzunässen.

Wiedersprechen Sie ihrer sexuellen Neigung!

Je nach dem haben Sie dann aktiven oder passiven, Homo- oder Heterosex, oder Sex. Sie wissen ja was Sie nicht mögen und wie Sie sich das Gesicht vor sich selbst am effizientesten demontieren können.

Bearbeiten Sie Ihr Ego weiter!

Stiften Sie etwa auf einem Schulhof die Kinder dazu an, Sie schallend auszulachen und allenfalls mit Lebensmittel oder anderen Gegenständen zu bewerfen. Versuchen Sie dabei standhaft zu bleiben, damit Sie den Augenkontakt zu den Kiddies nicht verlieren. Es geht ja darum, dass sie möglichst den ganzen Hohn erfassen und aufnehmen können.

Bezahlen Sie nötigenfalls eine Domina, die es versteht, sie wüstest zu demütigen und bloss zu stellen. Lassen Sie sich von jemandem begleiten, der Ihnen alle Ihre Tätigkeiten abfällig kommentieret und sie beim kleinsten Missgeschick laut und primitv zusammenscheisst.

Beziwehen Sie ihre Wohnung mit ein!

Verrichten Sie ihr kleines und grosse Geschäft grundsätzlich mit bedecken Augen und wenn möglich im Stehen oder Gehen.

Saufen sie so viel billigen Fusel, bis Sie das Kotzen nicht mehr verhindern können. Renen Sie während dem sich Ihr Magen entleert wahllos in ihrer Wohnung umher und fuchteln Sie dabei wie wild mit den Armen!

Suchen Sie den Schmerz!

Machen Sie Unfälle. Nicht zu grobe!, denn es ist wichtig, dass Sie durch die entstehenden Verletzungen nicht von irgendwelchen Tätigkeiten abgehalten werden. Es geht nur darum, sich unnötig das Leben schwer zu machen.

Eben; Legen Sie sich in die pralle Sonne, bis sie rundum krebsrot sind. Schlagen Sie sich mit dem Hammer auf die Nagelwurzeln, schneiden Sie sich in die Finger oder stechen Sie sich Holzsplitter unter die Fingernägel. Lassen Sie sich einen vollen Getränkeharrass auf die Füsse fallen. Bohren Sie in der Nase, bis sie nicht mehr aufhört zu bluten!  Stürzen Sie sich die Treppe runter und verstauchen Sie sich dabei den Fuss! Werfen Sie sich so auf den asphaltierten Boden, dass sich Ihre Handinnenflächen und Knie aufschürfen. Rennen Sie wie wild durch ein Baugerüst, damit Sie sich schöne, klaffende Riss-quetsch-Wunden in die Kopfschwarte schlagen können. Sollte Ihnen kein Baugerüst zur Verfügung stehen, stellen Sie sich halt unter ein Garagentor, dass sie kraftvoll Schliessen oder rennen sie gegen eine Betonecke.

Vielleicht kennen Sie auch einen religiösen Fanatiker, so einen evangelikalen Deppen, oder gar einen katholischen Opus-Dei-Idioten, der Ihnen sein Bussgürtel oder eine seiner Geisseln ausleiht. Letztlich finden Sie in diesen Exponenten wahre Experten, in der gelebten Freud- und Lustlosigkeit – lassen Sie sich von ihnen beraten!

Dinge, die Sie einst mochten…

Gegen Abend, wenn sich das Ende des Loser-Day langsam abzeichnet, können Sie durchaus wieder zu Aktivitäten zurückkehren, die Sie eigentlich mochten und genossen haben. Vor dem Hintergrund ihrer Selbstschändung aber – und das können Sie sich ja denken – werden Sie kaum noch in der Lage sein, selbst schöne Sachen zu geniessen – es ist alles einfach nur noch Scheisse.

Es ist einfach auf eines zu achten: Nämlich dass Sie sich nicht ihren, durch die Selbstschändung entstandenen, aktuellen Dürsten und Gelüsten hingeben und sich damit entlasten – nein – sondern geben sie sich nur den Genüssen hin, die Sie aus Ihrer Erfahrung kennen – also kannten! So haben Sie die einmalige Chance, sich auch diese Erfahrungen nachhaltig zu vermiesen.

Die aktuellen Gelüste, deren Befriedigung Sie entlasten würden, können Sie sich zwar auch nicht mehr wirklich befriedigen, aber wir wollen ja nicht, dass Sie das erkennen und sich darum in suizidaler Absicht von der nächst besten Brücke stürzen!

Zu guter letzt:

Am Ende Ihres Loser-Day-Projektes sollten Sie nochmals alle Beteiligten aufsuchen und versuchen, sich wieder richtigzustellen und zu rehabilitieren!

Viel Erfolg!

(Der Wechselbalg )

Abfall:

Der Looser-Day Um Wirklich alles von so einem Tage zu haben, ist es nicht falsch, den LD im Voraus gewissenhaft zu planen. Gehen sie Minigolf spielen. Bridge, Lotto, Wassergymnastik, .Schnell ist man doch am Geniessen oder am Nicht-Anschiss-erleben und eben das sollte man an einem erfolgreichen LD tunlichst vermeiden!vielleicht schon um einerseits irrtümlichesondern nur solche die Sie lästig behindern werden. n GenussAber alleine mit Nichtgeniessen ist so ein Tag nicht getan, sondern er geht darüber hinausan dem man sollte ein mal im Jahr, oder ein mal im Schaltjahr statt finden. Welchen Sinn er hat, lass ich offen.Ein erfolgreicher LD sollte im Voraus geplant werden. Es geht darum, einen Tag lang all das zu tun, was man nicht mag. Er ist also eine Art Fastentag, da man seine Gewohnheiten in ihrer Wirkung nicht unterschätzen sollte. schlagen sie die Türe so zu, dass sie ihre Finger erst wieder vom Türrahmen bringenSie sollen sich selbst nur lästig behindern! und lernen Sie sich besser kennen! zu zweit oder in Gruppen, , muss man Frei, sich einen LD zu organisiseren  , muss man Frei, sich einen LD zu organisiseren  mit ihren ausgebissenen Zähnenund schön verschissenen sondern um den ndie hedonistischerreicht werden kann als genussvollwünscht Ihnen viel Erfolg!Auch ihr, liebe Calvinisten und all die anderen, die im eigenen Leid ihr Glaubensheil vermuten: Ihr braucht eure gläubigen Äuglein gar nicht erst aufreissen ‘Oh! Frust!, Frust! geil! Wo!?, Wo?!’: Fickt euch! Es geht hier um etwas ernstes unter Erwachsenen, nicht um euren fiktionsbasierten, lächerlich-naiven Kinderglauben!Wir leiden hier für den gmA, was uns via dem grösst möglichen Kontrast (gmK), offener ggü dem grösst möglichen Genuss (gmG) macht. Ihr Calvenschlampen könnt leiden so viel ihr wollt, ihr kommt sowiso alle in die Hölle.

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